Metallelement

Das MetallElement folgt im Kreis dem Erdelement und kündigt den Herbst an.
Dem Element wird die Lunge, der Dickdarm und die Haut zugeordnet.
Ferner gehören die Nase, die Bronchien und die Schleimhäute dazu.
Es wird das kleine Yin genannt und zeigt sich in einem Weiß. Als Emotion haben wir hier die Trauer angesiedelt.

Zeigt sich die Persönlichkeit im MetallElement nach außen als stark und unbeirrbar, verbirgt es im Innern einen zarten sehr verletzlichen Kern. Es schützt sich und findet in einem neutralen, fast emotionslosen Wesen seinen Weg und neigt dazu, sich in seine Tiefe zurückzuziehen.

In seinem Wesen spiegelt sich eine Linearität: Der Tag folgt einem routinierten Ablauf was die Nahrungsaufnahme, Beruf und Freizeit etc. betrifft. Sich auf Neues einzustellen bedarf einer langen Vorbereitung. Hier ist eher weniger als mehr die Vorgabe. Die Bronchien sind empfindsam und schnell angeschlagen, der Mensch reagiert empfindsam auf Kälte und rauhe, feuchte Luft.

Das MetallElement wird gestärkt durch weiße Gemüse wie Rettich, Fenchel etc. Vorsicht ist dann geboten, wenn es zu einem zu starkem inneren Rückzug kommt.

Wasserelement

Das MetallElement wird im Kreis vom WasserElement abgelöst, dem großen Yin. Wir sind im Winter bzw. der Nacht angekommen. Der Zeit des Rückzuges und der Ruhe. Als Organe haben wir es hier mit der Niere sowie der Blase zu tun. Das Sinnesorgan ist das Ohr. Auch die Zähne fallen darunter. Und wie der Volksmund so treffend sagt: ‘es geht mir an die Nieren’, reiht sich hier als Emotion die Angst ein.

Im WasserElement verbinden wir uns mit dem Sucher in uns. Sind wir in der Mitte stark, lassen wir uns in eine Tiefe fallen: Wir wollen ergründen und verstehen. Die Kälte und Kargheit des Winters sind uns willkommen und regen unser Wesen an: Wir folgen unbeirrt unserem Lebensweg und können uns selbst gut in unseren Gedanken aushalten. Wir verbinden uns mit unserer Tiefe auf der Suche nach uns und unserer Berufung.

Gut tun wir daran, uns mit stärkenden Kraftsuppen, mit Fisch und allem was neues Leben in sich trägt wie der Keim eines Getreides, Hülsenfrucht, Ei und Samen, zu stärken. Ferner brauchen wir in dieser Zeit viele Stunden der Muße, der Ruhe und viel Schlaf. Und so bereiten uns auf das nachfolgende HolzElement vor, welches das Frühjahr und den Aufbruch ankündigt.

Holzelement

Im zarten frischen Grün begegnet uns das HolzElement: der Sprössling, welcher zart aus der Erde hervorsprießt. Neugierig, selbstbewusst und dynamisch kommt das kleine Yang daher.
Als Organe haben wir die Leber und Galle, als Sinnesorgan die Augen. Die Muskeln zählen ebenso dazu. Und als Emotion die Wut bzw. Zorn. Der Volksmund hält auch hierfür eine Redensart bereit: Mir läuft die Galle über. Wir tun gut daran, das HolzElement täglich mit frischem sowie gekochten Grün zu nähren und versorgen so nebenbei die Augen in ihrem Sein mit. Der saure Geschmack kommt dem frischen Grün zu Hilfe: ein paar Zitronenspritzer, saure Pickles oder täglich zu jeder Mahlzeit einen Löffel gutes ‚altes‘ deutsches Sauerkraut zieht das HolzElement in sich zusammen, zentriert es und hält das aufsteigende strebsame zielorientierte kleine Yang in seiner Balance.

Feuerelement

Der Kreis der Elemente schließt sich mit dem FeuerElement, dem großen Yang.
Es erstrahlt in einem feuerroten Ton, das Herz und der Dünndarm ist hier zu Hause sowie die Blutgefäße, als Sinnesorgan die Zunge. Die Freude wird ihm als Emotion zur Seite gestellt. Als Geschmack wird alles Bittere zugeordnet.

Im FeuerElement sprühen wir vor Tatkraft und wandeln das tiefe Yin in Yang um. Wir inspirieren und suchen die Menge, lassen uns feiern und baden im Applaus der Anderen, was uns immer weiter antreibt, immer wieder im Rampenlicht stehen zu wollen. Alles oder Nichts ist hier die Devise und so müssen wir aufpassen, dass wir uns am Feuer nicht verbrennen und ins Burn Out abgleiten.
So ist es wichtig den Gegenspieler, das große Yin im WasserElement, stets gut zu nähren: Dieses bauen wir mit den Lebensjahren stetig ab und so kann die Hitze, das große Yang, in uns nicht mehr gehalten werden. Das zeigt sich darin, dass wir tausend Ideen im Kopf haben, jedoch nicht in die Umsetzung kommen, weil uns die aus der Tiefe kommende Energie fehlt.

Da im FeuerElement das Herz, unser ‚HerzKaiser’ regiert, tun wir gut daran, das Feuer in uns gut zu versorgen und es mit roten Gemüse und bitteren Salaten und Gewürzen zu nähren. Alles Übermäßige sollten wir unterlassen und Muße sowie eine gute Balance im Tun finden.

Tun wir dies, dann beschenkt unser Herz uns mit einem langen erfüllten Leben im EinsSein.